Impressions

09 Feb 2009 von Stefan Höltgen

Ein äußerst abwechslungsreicher Festival-Tag (ohne vollständige cineastische Ereignisse).

Zunächst einmal war das Wetter morgens so gut, dass der Potsdamer Platz in all seiner Stahl&Glas- Hässlichkeit beinahe etwas Schönes hatte:

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Und was da alles ans Licht gekommen ist … unter anderem eines der schlimmsten Filmplakate der deutschen Filmgeschichte:

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Im Bauch des Berlinale Palastes blieb man allerdings sowohl von der Sonne als auch vom Anblick der Filmstars verschont:

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Um 17 Uhr die Eröffnungsveranstaltung zur 70-mm-Retrospektive. Auf dem Podium (v.l.n.r.) saßen Patrick Stanbury (Photoplay Productions), Schawn Belston (70-mm-Mann bei 20th Century Fox), Martin Koerber (der Moderator), Pan Eberholst Olsen (Oslo 70-mm-Festival) und Herbert Born (Todd-AO-Filmfestival Karlsruhe):

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(Zu dem Thema werde ich morgen, nach der zweiten 70-mm-Podiumsdiskussion, mehr schreiben)

Den krönenden Abschluss hat dann mein erster Festivalfilm gebildet. In Abändernung meines Programms von gestern (schon Adenauer hat ja bekanntlich sein Unsinn von gestern nicht mehr interessiert) gab es “Ben Hur”. Die Karte hat mir ein Berliner Kollege zugesteckt.

Es war schon nicht besonders leicht noch eine weitere Karte für meine Frau zu ergattern. Reger Handel im Kinovorraum, Schweiß, Blut, Tränen und dann gab es doch noch 20 freie Plätze – leider alle in der ersten Reihe. Von dort konnte man die Einführung jedoch besonders gut verfolgen. Es war nämlich niemand geringeres als eine Tochter des Regisseurs (Catherine Wyler) anwesend und plauderte aus dem Nähkästchen:

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Über den Film, den ich – wie könnte ich sonst schon hier schreiben? – nicht zu Ende gesehen habe, kann ich nicht viel sagen, außer dass der Platz in der ersten Reihe nicht zum Format und der Laufzeit passt. Von der besonderen Schärfe der 70-mm-Projektion kann von so weit vorn keine Rede sein. Da war alles im Angebot: Bewegungs- und Randunschärfen, Flimmern und Bildzittern und extreme Körnigkeit. Alles selbstverständlich schuld meiner Position und Perspektive.

Morgen reflektiere ich dann noch ein wenig darüber, was ich heute über Filmtechnik erfahren habe.

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